Kammersänger Ulrich Hielscher, Bass

hat anlässlich seines fünfzigjährigen Bühnenjubiläums 2015 mit einem Liederabend
als Opern- und Konzertsänger Abschied von Bühne und Theater genommen.
E
r hatte mit 22 Jahren seine erste große Opernpartie den Rocco im Fidelio gesungen.

Jetzt widmet er sich vor allem seiner neuen Leidenschaft, dem Schreiben.

 

Zu seinen Büchern

 

Nach seinem ersten Engagement 1967 in Essen kam er nach Köln
und gehörte 40 Jahre lang zu den herausragenden Solisten des Hauses.


Er stand in fast allen großen Haupt- und Mittelpunktsrollen seines Fachs auf der Bühne: Figaro, Leporello, Don Alfonso, 
Osmin, Sarastro, Dulcamara, Don Magnifico, Ochs, Rocco, Mephisto, Kaspar, Gurnemanz, Daland, Hagen, Pogner 
sowie Don Quichotte, Falstaff, Plumkett, Don Pasquale, van Bett, Kezal, Baculus, Ollendorff, Zsupan, Frank u.a. 


Gastengagements führten ihn durch die gesamte Bundesrepublik und das benachbarte Ausland. 
So gastierte er allein mehr als 100 mal als Ochs im Rosenkavalier. 
Beim Europäischen Musikfestival in Schwerin sang er den Don Quichotte und den Ramphis in Aida. 
Unter James Conlon sang er in der Kölner Philharmonie den Doktor in Alban Bergs Wozzeck 
und in der Saison 2001/02 war er mit dieser Partie an der Pariser Oper engagiert. 
2003/04 war er zudem in Paris in den Produktionen Salome und Meistersinger zu hören. 

In Köln sang er in den letzten Spielzeiten u. a. den Balli in Werther, den Dansker in Billy Budd, 
in der Uraufführung von G. Graewe's Oper Kopenhagen die Partie des Nils Bohr
und in der Neuproduktion der Fledermaus den Gefängnisdirektor Frank, 
des weiteren die Köchin in Prokofjews Liebe zu den drei Orangen, Ariodate in Händels Xerxes, 
Halifax in Lady Hamilton und den Rocco im Fidelio.
In der Produktion von Scherz, Satire und tiefere Bedeutung von Detlev Glanert war er als Mordax zu hören 
und in Das schlaue Füchslein als Pfarrer und Dachs. 
Den Baron Zeta verkörperte er in Die lustige Witwe.

Für die Kölner Kinderoper engagierte er sich über zehn Jahre hinweg durch seine Mitwirkung u.a. als
Schneckendiplomat in der gleichnamigen Oper, Zauberer in Aladin, Wolf im Rotkäppchen 
und als Onkel Otto in Das Opernschiff. 

Die Spielzeit 2007/8 begann für ihn zunächst  mit dem Gastspiel der Kölner Oper in Edinburgh 2007
als Haushofmeister in Capriccio von Richard Strauß.

In der Opernburleske X-Mal Rembrandt, welche im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zur Aufführung kam, 
verkörperte er den Aufseher Antonio. Weiter sang er in Hoffmanns Erzählungen den Crespel,
in Fidelio den Rocco und den Gefängnisdirektor Frank in der Fledermaus .
In den Neuproduktionen Rotter von T. Rasch war er als Fleischer, in un ballo in maschera als Samuel zu hören.

   

Nach der Freischütz-Premiere 
am 25. Oktober 2007,
bei der er als Kuno beteiligt war,
wurde er zum Kölner Kammersänger ernannt.

In der Spielzeit 2008/9, seiner 35. im Festvertrag an der Kölner Oper, 
sang er weiter in der Fledermaus und in un ballo in maschera. 
Er sollte bei der Uraufführung Adrianas Fall mitwirken, die jedoch nicht zustande kam.
Aus künstlerischen Gründen musste er von einer Mitwirkung bei der Produktion von Samson et Dalila Abstand nehmen.

Zur Wiederaufnahme von La Bohème im Oktober 2009 war in der Presse zu lesen: 

"... und Urgestein Ulrich Hielschers stimmliche und komödiantische Qualitäten kennen kein Verfallsdatum..."!!

So blieb er weiterhin mit einem Gastvertrag dem Kölner Haus verbunden
und war in Meistersinger, als Pfarrer und Dachs im Füchslein, als Baptista in Kiss me, Kate
 und als Antonio im Figaro zu erleben.

An den Wuppertaler Bühnen gastierte er nochmals in Das schlaue Füchslein als Parrer und Dachs. 
Im Mai und Juni 2013 war er in Köln als Simone und als Talpa in Il Trittico zu hören.

Bei den Vorstellungen der halbszenischen Produktion der Fledermaus um Sylvester 2013
in der Oper am Dom in Köln sang und spielte er wieder den Gefängnisdirektor Frank.
Weiterhin wirkte er bei der WDR-Produktion der Operette Die Bajadere von Emmerich Kalman,
die am 14. Februar 2014 in der Kölner Philharmonie zur Aufführung kam, als Theaterdirektor mit.
Die Live-Aufnahme war im April 2014 auf WDR 4 zu hören und ist auch als CD erhältlich.

 


 

Biographisches


Studium: Sechs Jahre Musik und Gesang sowie drei Jahre Opernschule am Robert-Schuhmann-Konservatorium 
der Stadt Düsseldorf bei Philipp Göpelt, in Wiesbaden bei Prof. Paul Lohmann und bei Francesco Carino, Düsseldorf.

 1965 debütierte er mit seiner ersten Opernpartie, dem Rocco im Fidelio, 
bei den Kursen der "Jeunesse Musicale" in Weikersheim.

Sein erstes Engagement folgte 1967 an die Bühnen der Stadt Essen.
Hier sang er die ersten großen Fachpartien, wie Figaro, Baculus, van Bett, Mephisto, Don Alfonso, Sarastro u. a.
und war in den sieben Jahren in mehr als 560 Vorstellungen zu erleben.

  
 Von 1974 bis 2009 war er mit einem Festvertrag an der Oper der Stadt Köln engagiert.
Er blieb weitere sieben Jahre dem Kölner Haus für verschiedene Produktionen als Gast verbunden,
und sang und verkörperte in den 40 Jahren in mehr als 2300 Vorstellungen 130 verschiedene Partien und Rollen.

Gastverträge mit der Hamburgischen Staatsoper, dem Staatstheater Hannover, den Wuppertaler Bühnen, 
der Staatsoper Berlin, der Frankfurter Oper, den Theatern in Kiel, Lübeck und Freiburg, dem Staatstheater Schwerin 
und der Deutschen Oper am Rhein.
Ferner an der Opera voor Vlaanderen und der Opéra National de Paris.

Gastspiele in Dresden, Stuttgart, Kassel, Mainz, Nürnberg, Darmstadt, Karlsruhe, Augsburg u.a., 
wei